Inhalt


eNewsletter Nr. 4/2014

Netzwerk aktiv: Meldungen und Aktionen
Themenschwerpunkt
»Bürgerbeteiligung in ländlichen Räumen«
Aktuelle Meldungen
Interessante Publikationen & Veranstaltungshinweise
Wir wünschen Ihnen eine schöne und erholsame Weihnachtszeit und einen guten Start ins Jahr 2015!

Netzwerk aktiv: Meldungen und Aktionen

Diskussion rings um Vorbereitungsgruppe, Beirat und Netzwerkstruktur: Danke für die Rückmeldungen!

Auf dem Netzwerktreffen und in einer anschließenden Onlinediskussion hatten Sie als Netzwerker/in die Möglichkeit, Vorschläge für die Besetzung der Vorbereitungsgruppe und des Netzwerkbeirats zu machen und die Ideen zur neuen Netzwerkstruktur zu diskutieren. An dieser Stelle ein herzlicher Dank an alle, die sich beteiligt haben!

Die Vorschläge und Anregungen wurden im Dezember von der Vorbereitungsgruppe diskutiert. Im nächsten Schritt werden im Januar und Februar alle vorgeschlagenen Netzwerker/innen kontaktiert und darüber hinaus weitere von der Vorbereitungsgruppe vorgeschlagene Personen angesprochen. Auf dem nächsten Treffen der Vorbereitungsgruppe im März werden die Rückmeldungen besprochen und weiter diskutiert. Voraussichtlich im eNewsletter 1/2015, der Mitte März erscheint, können konkretere Aussagen getroffen werden.

Autor/innen gesucht! Themenschwerpunkt »Direkte Demokratie und Bürgerbeteiligung«

Der nächste eNewsletter hat den Themenschwerpunkt »Direkte Demokratie und Bürgerbeteiligung«. Erscheinungstermin ist Mitte März 2015. Hierfür suchen wir noch Autorinnen und Autoren.

  • Möchten Sie einen Artikel zum Thema verfassen?
  • Können Sie uns einen Tipp geben, wer etwas dazu schreiben könnte?

Bitte melden Sie sich sobald wie möglich, spätestens aber bis zum 23. Januar 2015 bei Marion Stock: stock(at)netzwerk-buergerbeteiligung.de.

Regionalgruppe München geht an den Start

Unsere Netzwerker/innen Maren Schüpphaus, Katharina Zöller und Thomas Ködelpeter laden in Kooperation mit dem Netzwerk Gemeinsinn e. V. zu einem ersten Treffen der Regionalgruppe München am 23. Februar 2015 von 18:30 bis 21:00 Uhr ins Ökologische Bildungszentrum (ÖBZ) ein. Geplant ist, sich zunächst über eigene Erfahrungen mit Bürgerbeteiligung auszutauschen. Anschließend werden aktuelle Ansätze zur Stärkung und Förderung von Bürgerbeteiligung in der Region München vorgestellt mit Informationen »aus erster Hand«: vom für Frühjahr 2015 geplanten Grundsatzbeschluss zur Bürgerbeteiligung und dem Start des Bürgerhaushalt-Projektes der Stadt München bis zu neuen Konzeptansätzen wie z.B. in Fürstenfeldbruck.

Weitere Informationen zum Münchner Auftakttreffen sowie zu weiteren Regionalgruppen finden Sie hier.

Arbeiten Sie mit an den »Grundsätzen guter Bürgerbeteiligung in ländlichen Räumen«!

Als Grundlage für die gemeinsame Arbeit im Thementeam »Bürgerbeteiligung zur Stärkung ländlicher Räume« werden derzeit »Grundsätze für eine gute Bürgerbeteiligung in ländlichen Räumen« erarbeitet.

Alle Netzwerkerinnen und Netzwerker sind zum Mitdiskutieren eingeladen!

Im Forum des Netzwerks stehen bereits erste Ideen und Überlegungen zur Kommentierung bereit. Machen Sie mit!

Die »Grundsätze für eine gute Bürgerbeteiligung in ländlichen Räumen« sollen nach der Fertigstellung weiter verbreitet werden und – in der Fachwelt und darüber hinaus – Anlass zur Diskussion bieten.

Vertiefende Informationen

Weitere aktuelle Initiativen für Thementeams:

  • Aktivierung von Bürgerinnen und Bürgern in Beteiligungsprozessen
  • Bürgerhaushalte neu denken!
  • Stärkung der Bürgerbeteiligung in den Gemeindeordnungen
  • Good Urban Governance
  • Energiewende – politisch, technisch, wirtschaftlich, persönlich. Jetzt einfach selber gemeinsam machen!
  • Mit Bürgerbeteiligung hin zu einer menschenfreundlichen Kommune

Interesse? Hier finden Sie weitere Informationen.

Ab Mitte Januar »einsatzbereit«! »Empfehlungen für eine verlässliche und wirksame kommunale Beteiligungspolitik« in der abschließenden Bearbeitung

Herzlichen Dank für Ihre Kommentare zu den »Empfehlungen für eine verlässliche und wirksame kommunale Beteiligungspolitik«! Auf Basis Ihrer Rückmeldungen werden diese derzeit nochmals überarbeitet. Voraussichtlich ab Mitte Januar steht die fertige Version zur Verfügung und kann verbreitet werden. Sobald das Papier zum Download bereit steht, erhalten Sie eine Nachricht von uns.

Weitere Informationen finden Sie hier.

2. Treffen »Netzwerk kommunale Partizipationsbeauftragte«

Unter dem Dach des Netzwerks Bürgerbeteiligung wurde 2013 das »Netzwerk kommunale Partizipationsbeauftragte« gegründet. Hier haben sich Verwaltungsmitarbeiter/innen zusammengeschlossen, deren Auftrag es ist, die Bürgerbeteiligung in ihrer Kommune voranzubringen und strategisch zu entwickeln.

Mitte November 2014 fand das zweite Treffen des Netzwerks in Kassel statt. In Arbeitsgruppen diskutierten die Teilnehmer/innen verschiedene fachliche Fragen aus ihrem Arbeitsfeld. Unter anderem wurde darüber diskutiert, wie Bürgerbeteiligung in den Strukturen und Prozessen der Verwaltung verankert werden kann und wie Beteiligungsprozesse in der Verwaltung organisiert und realisiert werden können. Darüber hinaus ging es um den Rahmen und die Grundlagen der weiteren Zusammenarbeit im Netzwerk. Hierbei wurde unter anderem eine Stärkung des direkten Austausches zwischen den Mitgliedern vereinbart. Die Vorbereitungsgruppe des »Netzwerks kommunale Partizipationsbeauftragte« wird durch weitere Mitglieder ergänzt. Wie im Jahr 2014 bereitet die Gruppe das Treffen 2015 vor und arbeitet an verschiedenen auf dem Treffen aufgeworfenen Fragen.

Falls Sie als Verwaltungsmitarbeiter/in Fragen oder Interesse an einer Teilnahme haben, finden Sie hier weitere Informationen.

Themenschwerpunkt
»Bürgerbeteiligung in ländlichen Räumen«

Strukturschwache ländliche Räume – Teilhaben und Lernen für eine Heimat mit Zukunft

Die Entwicklung von ländlichen Räumen und Metropolenregionen driftet weiter auseinander. Während ein Teil der Dörfer und Kleinstädte in ländlichen Räumen »strukturell abgehängt« ist, boomt es in den großen Städten. Damit geht eine Ungleichverteilung von Lebenschancen einher, die in den ländlichen Gebieten unter anderem zu Abwanderung und zum Rückbau von Infrastruktur führt, wodurch die Kluft zwischen Stadt und Land immer noch deutlicher hervortritt. In den strukturschwachen ländlichen Räumen sind Lösungen gefragt, die das »Überleben« der Dörfer und Kleinstädte sichern und das Wohnen dort attraktiver machen. Unser Netzwerker Thomas Ködelpeter und Janin Thies sehen einen Schlüssel zur Lösung der Probleme darin, dass sich die Einwohner/innen selbst aktiv für ihre Region einsetzen und Entwicklungen lenken. Die Autor/innen zeigen, dass bereits eine größere Zahl interessanter Projekte, Initiativen und Diskussionsansätze existiert und stellen diese vor.

Beitrag als PDF downloaden

Diesen Beitrag können Sie hier kommentieren.

Bürgerbeteiligung im ländlichen Raum. Thesen und Erfahrungen aus dem hohen Norden

Funktioniert die Beteiligung der Bürger/innen in ländlichen Regionen anders als in der Stadt? Gibt es spezifische Herausforderungen, die sich nur im ländlichen Raum stellen? Welche Veränderungen lassen sich beobachten? Und: Wie einheitlich ist der »ländliche Raum«? Bernd Wolfgang Hawel und unsere Netzwerkerin Anette Quast gehen in ihrem Beitrag auf diese Fragen ein. Sie beschreiben dazu auf der Grundlage ihrer Erfahrungen in Niedersachsen und Schleswig-Holstein drei Trends und formulieren sechs Thesen zur Bürgerbeteiligung auf dem Land. Unter anderem stellen sie fest: Die ländliche Demokratiekultur wandelt sich und breite Bürgerbeteiligung wird zunehmend gewünscht. Und sie kommen zu dem Schluss, dass sich bisher unterschiedliche Denkweisen, Kommunikations- und Handlungsformen zwischen Stadt und Land durch eine medial vermittelte »soziale Urbanisierung« immer mehr angleichen.

Beitrag als PDF downloaden

Diesen Beitrag können Sie hier kommentieren.

Lernforum Bürgerkommune – Beteiligung und Engagement im ländlichen Raum gestalten

Das europäische Bildungsprojekt »Lernforum Bürgerkommune« möchte Bürgerbeteiligung und bürgerschaftliches Engagement im ländlichen Raum stärken. Ziel des gemeinsam mit Partnern aus Deutschland, Tschechien, Bulgarien, Portugal und Estland durchgeführten Projektes ist es, ein Bildungsangebot im ländlichen Raum zu schaffen, das alle Akteure aus dem kommunalen Kräftedreieck Politik, Verwaltung und Bürgerschaft gemeinsam anspricht und einbezieht. Das Projekt möchte einen gegenseitigen Perspektivwechsel installieren und die Teilnehmenden praxisnah darin unterstützen, selbst als »change agents« in ihrem Umfeld für eine Bürgerkommune zu wirken. Das Projektkonzept beruht auf der Beobachtung, dass gerade in strukturschwachen ländlichen Räumen einerseits »Mitwirkung« immer stärker gefragt ist, andererseits in der Regel eher »Allrounder« und weniger Spezialisten aktiv sind, die zugleich in Doppel- und Mehrfachrollen in teils sehr kleinen Gemeinwesen mit wenig Unterstützung agieren; dies erfordert sehr viel Rollenklarheit und Steuerungskompetenz. Petra Schmettow, Mitgründerin und Vorstand des deutschen Projektpartners finep – Forum für internationale Entwicklung und Planung, stellt in ihrem Beitrag erstmals die Ergebnisse des Projekts vor.

Beitrag als PDF downloaden

Diesen Beitrag können Sie hier kommentieren.

Neulandgewinner – Zukunft erfinden vor Ort. Ein Werkstattbericht

Der ländliche Raum kämpft mit einer Vielzahl von Problemen. Die Robert Bosch Stiftung fördert mit ihrem Programm »Neulandgewinner« Menschen, die bereit sind, die tiefgreifenden gesellschaftlichen Veränderungen, die viele ostdeutsche Regionen in den letzten Jahren erlebt haben, aktiv mitzugestalten. Unterstützt werden Menschen, die Ideen haben, wie Lebensqualität und Zukunftsfähigkeit besonders ländlicher Regionen – auch in Zeiten von Schrumpfung und Wanderungsprozessen – erhalten werden können. Gudrun Kiener, verantwortliche Projektleiterin der Robert Bosch Stiftung, stellt in ihrem Beitrag Ergebnisse und ausgewählte gute Praxisbeispiele des Programms vor.

Beitrag als PDF downloaden

Diesen Beitrag können Sie hier kommentieren.

Wir machen’s zusammen! – Was bedeutet kollaborative Demokratie? Ein kleines Dorf macht es vor

Ein nachhaltiger Dorfentwicklungsprozess ist im niedersächsischen Oberndorf (Oste) gelungen. Was im Jahr 2010 mit einer kleinen Gruppe von Engagierten begann, führte unter anderem zur Gründung einer örtlichen Genossenschaft und zur Umsetzung vieler großer und kleiner Einzelprojekte. Unterstützt von einer externen Prozessbegleitung wurde zunächst in Dorfwerkstätten diskutiert und Ideen für ein Dorfentwicklungskonzept gesammelt. In ihrem Beitrag schildern die Oberndorfer/innen den Prozess und betonen die Wichtigkeit von festen Orten und klaren Regeln für die Kommunikation. Nur so konnte zupackendes Engagement und Partizipation an den Angelegenheiten der rund 1.500 Einwohner/innen großen Gemeinde auf Dauer verankert werden.

Beitrag als PDF downloaden

Diesen Beitrag können Sie hier kommentieren.

Ideenwerkstatt Dorfzukunft

Die »Ideenwerkstatt Dorfzukunft« der niedersächsischen Dörfer Flegessen, Hasperde und Klein-Süntel bei Hannover hat ein großes Ziel: die Zukunftsfähigkeit. Wie die Dorfbewohner über Zusammenarbeit und viel Kreativität die strukturellen Herausforderungen ihrer Region angehen und es dabei schaffen, demografischen Entwicklungen wie der Landflucht erfolgreich zu trotzen, vermittelt der vorliegende Beitrag. Mit einem Dorfladen und gezielten Angeboten, um eine generationenübergreifende Gemeinschaft zu fördern, greift die »Ideenwerkstatt Dorfzukunft« die Bedarfe der Bewohnerinnen und Bewohner auf und stärkt die Grundlagen dafür, die Attraktivität der Region als Wohn- und Lebensort zu erhalten.

Beitrag als PDF downloaden

Diesen Beitrag können Sie hier kommentieren.

Trendstudie 2014: Innovationslabor Land schafft Zukunft

Für die Trendstudie zum Jahresthema »Innovationen querfeldein – Ländliche Räume neu gedacht« des Fraunhofer IAO wurden die 100 Siegerprojekte des Wettbewerbs »Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen« 2014 untersucht. Ausgezeichnet wurden die Projekte für ihr Innovationspotenzial, mit dem sie auf die sich wandelnde Wohn- und Lebenssituation der Menschen in ländlichen Räumen im Zuge von Globalisierung und Verstädterung reagieren. Im ersten Teil der Studie werden Entwicklungstrends sowie Handlungsbedarfe in den Bereichen Mobilität, Technologisierung, Digitalisierung oder Regionalisierung in ländlichen Räumen aufgezeigt. Vor allem Unternehmen sind demzufolge für die Entwicklung praxisnaher Strategien verantwortlich. Im zweiten Teil der Analyse wird auf das Verhältnis von Stadt und Land eingegangen. Hierbei zeigt sich, dass sich nicht nur die Ziele und Zielgruppen der Projekte in Stadt und Land stark voneinander unterscheiden, es besteht auch ein abweichendes Verständnis in Bezug auf die Ressource »Raum«. Gemeinsamer Erfolgsfaktor ist die Übertragbarkeit der Lösungsstrategien auf andere lokale Zusammenhänge. Unabhängig vom Kontext sind darüber hinaus dezentrale Lösungen gefragt. Zudem ist der persönliche Bezug zum Wohnort von Bedeutung für die Entwicklung der Region. Die Trendstudie schließt mit einem Ausblick auf das Jahr 2024 und beantwortet die Fragen zukünftiger Entwicklungen anhand von sechs Siegerprojekten.

Studie im Wortlaut

Weitere Informationen

Diesen Beitrag können Sie hier kommentieren.

Studie: Engagement und Sicherung der Daseinsvorsorge in ländlichen Räumen

Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung untersucht seit November 2013 in einem Forschungsvorhaben, wie zivilgesellschaftliches Engagement in ländlichen Räumen zur Sicherung der Daseinsvorsorge beitragen kann. Nach einem Jahr Laufzeit liegen nun erste Zwischenergebnisse vor. Demnach bildet sich in den untersuchten Fallstudien und Praxisbeispielen in sozialen und kulturellen Infrastrukturbereichen eine neue Verantwortungsteilung zwischen Kommune und Bürgerschaft aus. Viele Bürger/innen wollen stärker partizipieren und sich auf unterschiedliche Art und Weise für ihre Kommune engagieren: als Wissensgeber (Bürgerwissen), als Co-Produzent statt reiner Konsument öffentlicher Leistungen (Bürgerprodukte und -leistungen) oder als Geldgeber (Bürgerfinanzierung). Die untersuchten Beispiele zeigen zudem, dass Kommunen für dieses Engagement offen sein und eine Ermöglichungskultur im Sinne einer Hilfe zur Selbsthilfe schaffen sollten. Gleichzeitig sollten sie aber auf die Einhaltung gemeinwohlorientierter Standards achten und als Gewährleistungsinstanz für ein weiterhin angemessenes Angebot der Daseinsvorsorge insgesamt auftreten.

Erste Zwischenergebnisse der Studie

Weitere Informationen

Diesen Beitrag können Sie hier kommentieren.

Aktuelle Meldungen

Interessante Publikationen & Veranstaltungshinweise

Wir wünschen Ihnen eine schöne und erholsame Weihnachtszeit und einen guten Start ins Jahr 2015!