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Nachlese zum Netzwerktreffen 2022

Erste Eindrücke vom Netzwerktreffen am 24. Juni 2022 in Köln

Initiativen gemeinsam entwickeln. Demokratie gestalten

Herzlichen Dank für die Beiträge und engagierten Diskussionen auf unserem Netzwerktreffen am 24. Juni 2022 in Köln. Mehr als 70 Netzwerker/innen nutzten die Gelegenheit zum Austausch und zur Vertiefung der Zusammenarbeit.

Auf dem Netzwerktreffen, bei dem auch das 11-jährige Bestehen des Netzwerks Bürgerbeteiligung gefeiert wurde, ging es darum, zentrale Zukunftsthemen zu identifizieren und notwendige Weichenstellungen zur Stärkung der Bürgerbeteiligung auf den Weg zu bringen. Gemeinsam haben die Netzwerker/innen Ideen und Initiativen (weiter-)entwickelt und die Aktivitäten des Netzwerks vorangebracht.

Die Fotogalerie mit einigen Stimmungsbildern vom Netzwerktreffen 2022 finden Sie unten auf dieser Seite.

Die Dokumentation des Netzwerktreffens wird nach der Sommerpause fertiggestellt sein. Hier einige erste Eindrücke und Ergebnisse aus den Workshops:

• Unsere Netzwerkmitglieder Manuela Skotnik, Sebastian Heidrich und Moritz Maikämper befassen sich schon seit längerem mit der Fragestellung, wie die Wirkung von Bürgerbeteiligung (in der Kommune) sichtbar gemacht und erfasst werden kann. Anhand von Thesen diskutierten sie mit den Teilnehmer/innen über Ansätze, Chancen und Herausforderungen bei der Suche nach der Wirkung kommunaler Bürgerbeteiligung. Die Netzwerk-Arbeit am Thema nimmt hierdurch weiter Fahrt auf. Am 4. August 2022 sind alle Interessierten zu einem Online-Austausch über das Wirkungsmonitoring für Bürgerbeteiligung in Mannheim eingeladen.

• Sebastian Schiller vom Deutschen Kinderhilfswerk (DHKW), dem Träger des BundesNetzwerkes Kinder- und Jugendbeteiligung, und unser Netzwerksprecher Roland Roth tauschten sich mit den Teilnehmenden darüber aus, wie eine bessere Einbindung der Kinder- und Jugendbeteiligung in die kommunale Bürgerbeteiligung ausgestaltet werden kann. Vereinbart wurde, dass ein gemeinsames Positionspapier des BundesNetzwerks Kinder- und Jugendbeteiligung und des Netzwerks Bürgerbeteiligung erarbeitet wird. Weitere Informationen folgen.

• Unsere Netzwerkmitglieder Marvin Fischer und Ilka Hartung berichteten vom derzeitigen Stand der Entwicklungen im Netzwerk Bürgerbeteiligung Sachsen und diskutierten mit den Teilnehmenden über sinnvolle Ansätze zur Weiterentwicklung des Netzwerks und über die Möglichkeiten zur Stärkung der Bürgerbeteiligung durch die Bundesländer. Eine Kooperation unserer beiden Netzwerke wird aktuell vorbereitet.

• Im Workshop zur Vernetzung der Demokratie-Initiativen diskutierte unsere Netzwerkerin Heike Blanck mit den Teilnehmenden darüber, wie die Demokratiearbeit vor Ort konkret mit Leben gefüllt werden kann. Es ging dabei unter anderem um die Etablierung von Partizipationscoaches in den Quartieren. Klar wurde in der Diskussion, dass Demokratie-Initiativen und Bürgerbeteiligung zusammengehören und dass wir verstärkt daran arbeiten müssen, eine »Alltagsdemokratie« zu etablieren.
Ein Ergebnis der Vernetzung der Demokratie-Initiativen ist unsere »Sammlung von Demokratie-Initiativen« auf der Internetseite des Netzwerks Bürgerbeteiligung, die stetig aktualisiert wird.

• Gesa Maschkowski von Bonn4Future und unsere Netzwerkerin Theresa Lotichius diskutierten mit den Teilnehmenden darüber, wie eine zielführende Zusammenarbeit von Kommune und Zivilgesellschaft zur Bewältigung der Klimakrise ausgestaltet werden kann. Ein wichtiger Diskussionspunkt war die Frage, ob und wie Transformationsprozesse und Bürgerbeteiligung sinnvoll verknüpft werden können. Wir werden im Netzwerk weiter daran arbeiten.

• Der Einsatz möglichst repräsentativ ausgewählter Gruppen in der Bürgerbeteiligung steht im Moment hoch im Kurs. Unsere Netzwerker Liudger Dienel und Maik Schlender tauschten sich mit den Teilnehmenden über Hürden, Chancen und mögliche Verfahrensansätze bei der Zusammenstellung zufallsausgewählter Gruppen aus. Unter anderem ging es darum, welche Lösungen es für Bürgerräte mit Teilnehmer/innen unter 16 Jahren gibt und wie zufallsausgewählte Gremien in den Methodenmix der Bürgerbeteiligung sinnvoll eingebettet werden können.

• Im Workshop zu unserer Leitliniensammlung diskutierte unser Netzwerker Hanns-Jörg Sippel mit den Teilnehmenden vor allem über sinnvolle Herangehensweisen bei der Entwicklung und Etablierung von Leitlinien für die Bürgerbeteiligung. Deutlich wurde, dass hier noch viel Diskussionsbedarf besteht. Das Netzwerk Bürgerbeteiligung arbeitet an weiteren Angeboten, um den Austausch zu diesem Thema zu intensivieren.

Die Tagesordnung zum Netzwerktreffen 2022 steht für Sie zum Download bereit.

Hier finden Sie ein Dokument mit kurzen Beschreibungen der in den Workshops diskutierten Inhalte (Stand 22.06.2022).


Fotogalerie

Fotos: Stiftung Mitarbeit, Timo Jaster
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