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München: Nachhaltige Stadtentwicklung gestalten mit Partizipation!


Aktuelles

Juli 2019
Münchner Initiative Nachhaltigkeit – Partizipation als Instrument der kommunalen Nachhaltigkeitsstrategie

Ein halbes Jahr nach dem 1. Münchner Nachhaltigkeitskongress »sustain« ist es gelungen: Die rund 400 Teilnehmer/innen des Kongresses haben nicht nur ihrer Forderung nach einer kommunalen Nachhaltigkeitsstrategie mehr Gewicht verliehen, auch der Zusammenschluss der über 50 Bündnispartner/innen wächst. Auch in den »Manufakturen«, die zum Kongress gegründet wurden, wird weitergearbeitet: Konkret werden Konzepte und Projektideen entwickelt, z. B. sollen Nachhaltigkeitsangebote in den Quartieren aufgebaut, eine Kreislaufwirtschaft für München umgesetzt und Bildung für eine nachhaltige Entwicklung verankert werden. Zudem soll die von der Stadt geplante Online-Partizipationsplattform beraten und in Reallaboren getestet werden.

Zwei Demokratiecafés des Projektes »Repair Democracy« der Hochschule München (Forschungsverbund For Democracy – Zukunft der Demokratie) luden in Kooperation mit Münchner Initiative Nachhaltigkeit (MIN) ein, Reparaturvorschläge für die Weiterentwicklung der lokalen Demokratie einzubringen. Ein »SDG-Festival der Taten« startet am 15. September und ein Werkstattgespräch zur Partizipationsplattform der Stadt am 17. Oktober sind kommende Angebote in Kooperation mit MIN für die Münchner/innen und interessierte Fachszenen. Nähere Infos bald unter www.m-i-n.net oder per email unter info(at)m-i-n.net.

Parallel geht es darum, die Zusammenarbeit zwischen MIN und den Manufakturen aufzubauen und weiter zu stärken. Die wachsende Zahl der für Nachhaltigkeit engagierten Vereine und Institutionen, neu hinzukommender Mulitplikator/innen und interessierter Münchner/innen, die sich in den verschiedenen Projekten und Manufakturen engagieren, will ebenfalls intern eingebunden und unterstützt werden.
Das Engagement der Aktiven in MIN wird auch von außen gewürdigt: So gehört MIN zu den Preisträger/innen des »Projekt Nachhaltigkeit 2019« von RENN Süd.

Februar 2019
1. Münchner Nachhaltigkeitskongress

Am 4.2.2019 findet mit SUSTAIN der 1. Münchner Nachhaltigkeitskongress statt – organisiert von der Münchner Initiative Nachhaltigkeit – einem Zusammenschluss von über 40 zivilgesellschaftlichen Initiativen sowie Unternehmen und Akteuren aus Wissenschaft und Bildung. Im partizipativ angelegten Vor- und Nachbereitungsprozess des Kongresses engagieren sich auch viele Mitglieder der bisherigen Münchner Regionalgruppe.

Ziel ist es, nicht ein eintägiges Feuerwerk abzubrennen, sondern sprudelnde Energiequellen und Zukunftsansätze gemeinsam zu erschließen, um mehr als bisher erreichen zu können. Die Orientierung an den SDGs der Vereinten Nationen – den nachhaltigen Entwicklungszielen für das Jahr 2030 – ermöglicht, auf dem, was da ist und erreicht wurde, aufzubauen und neu Schwung zu nehmen (Näheres siehe www.m-i-n.net)

Zu acht Manufakturen mit Themenschwerpunkten von »Klimaschutz und erneuerbare Energien« bis Bürgerbeteiligung  wurden im Vorfeld Stärken und Schwächen analysiert, Handlungsbedarfe erkannt und können auf dem Kongress Ideen für wirksame Ansätze und nächste Schritte entwickelt werden. Wie Beteiligung und echte Partizipation ein wirk-mächtiger Hebel für die nachhaltige Zukunftsentwicklung werden könnte, wird in der Manufaktur 8. Thema sein. Ohne dass die Bürgerinnen und Bürger mitmachen wollen, ohne dass sie auch mitgestalten können – gehört werden, Einfluss nehmen und sich einbringen können – ob über konkrete Maßnahmen bis zur Strategieplanung: hierfür gilt es ganz unterschiedliche attraktive Beteiligungsangebote und -formate anzubieten und zu kombinieren. Auch das Projekt eine Leitlinie Beteiligung  in einem partizipativen Verfahren zu erstellen, wartet in München noch darauf ins Licht der Öffentlichkeit zu treten…

Wir fanden: Es ist Zeit, dass sich die für Nachhaltigkeit engagierten Gruppen und Personen vernetzen und in Dialog mit der Stadtpolitik und -verwaltung treten. Die Schirmherrschaft des Münchner Oberbürgermeisters Dieter Reiter, die Zusage von Referenten der Landeshauptstadt – so werden in München die Leitungen der Verwaltungsressorts genannt, die Unterstützung der IHK und des Bündnis München Sozial , all dies lässt uns hoffen, dass wir gemeinsam mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein Ausrufezeichen setzen können für die künftige Dialogqualität und die Nachhaltigkeitsstrategie in der bayerischen

Maren Schüpphaus und Thomas Ködelpeter (Netzwerkende aus München)

Bisherige Arbeit der Regionalgruppe

Akteur/innen aus der Regionalgruppe München beteiligen sich in der Münchner Initiative Nachhaltigkeit (MIN) an der Veranstaltung »Die Zukunft, die wir wollen, das München, das wir brauchen – Zivilgesellschaftliches Engagement für eine nachhaltige Entwicklung« (26.Oktober 2017). Dr. Hans-Joachim Menzel, Hamburg, stellt das Konzept des Hamburger Ratschlags zur Umsetzung der Agenda 2030 und den Hamburger Zukunftsrat vor. Diskutiert wird, was München vom Vorgehen der Hansestadt für seine lokale Nachhaltigkeitsstrategie lernen kann und was einen Zukunftsrat/Nachhaltigkeitsrat für München auszeichnen sollte. Im Frühjahr 2018 soll es in einer großen Münchner Nachhaltigkeitskonferenz auch um die Bildung einer Manufaktur (Forums) zum Handlungsfeld »Bürgerbeteiligung und Partizipation« gehen. Dazu wird MIN alle Gruppen und Personen ansprechen, für die Bürgerbeteiligung ein Thema ist und die an einem Konzept zur Bürgerbeteiligung in München mitarbeiten wollen.

Kontakt:
Münchner Initiative Nachhaltigkeit (MIN) / info@m-i-n.net / www.m-i-n.net
Flyer zur Tagung: Die Zukunft, die wir brauchen, das München, das wir wollen

Rückblick auf die Treffen der Regionalgruppe München

4. Treffen am 15. September 2016
Das vierte Treffen der Regionalgruppe für München und Umgebung war als Planungstreffen konzipiert und fand im Regionalen Kompetenzzentrum zur Förderung der Bildung für nachhaltige Entwicklung – BenE München e.V., München, statt. Folgende Punkte standen auf der Tagesordnung: Entwicklung und Planung von Themenideen für die nächsten Treffen der Regionalgruppe, Austausch über aktuelle Entwicklungen rund um das Thema Bürgerbeteiligung in München und der Region, Bericht vom Netzwerktreffen am 10. Juni 2016 und dem Forum Bürgerbeteiligung vom 9. -11.9.2016 (sofern gewünscht).

3. Treffen am 23. November 2015
Um Bürgerbeteiligung in der Flüchtlingsarbeit ging es beim dritten Treffen der Regionalgruppe für München und Umgebung am 23. November im Ökologischen Bildungszentrum (zur Einladung (PDF-Datei). Thomas Ködelpeter, Ökologische Akademie Linden, stellte den Bürgerrat Asyl- und Flüchtlingswesen im österreichischen Land Vorarlberg als Methode und mit seinen Ergebnissen vor. 23 Bürgerinnen und Bürger hatten der Landesregierung von Vorarlberg u.a. empfohlen, aktiv und offen das Zusammenleben mit den Flüchtlingen zu gestalten: Sie sollen persönlich begleitet werden und Kontakte vermittelt bekommen, um ihr Leben schnell wieder selbst in die Hand nehmen zu können, z. B. über die Integration in den Arbeitsmarkt. Vorgeschlagene Maßnahmen adressieren u.a. den Spracherwerb, die Zusammenstellung eines Willkommens-Informationspakets (das neben praktischen Informationen auch kulturelle »Etikette« und gesellschaftliche Spielregeln umfasst), die Unterbringung in kleineren Einheiten und die Einrichtung von Schnitt- und Koordinationsstellen zwischen Asylsuchenden und Verwaltung.

Hier konnte die zweite Referentin des Abends anschließen: Angelika Logothetis koordiniert für die Gemeinde Gröbenzell die Flüchtlingsarbeit. Die Stelle schuf die Gemeinde neu: Zu ihren Aufgaben gehört die Begleitung und Moderation des Runden Tisches mit rund 20 in der Flüchtlingsarbeit aktiven Organisationen, die Koordination der Asylsozialberatung, erste Ansprechpartnerin sein für Kontakte in die Verwaltung und die Unterstützung von konkreten Projekten und Hilfsangeboten.

Diskutiert wurden die vielfältigen Herausforderungen für die Kommunen: Bei der Ausweisung von Unterkünften und geeigneten Flächen setzen die Landkreise und die Stadt München eher auf zentrale, größere Unterkünfte – für die Kommunen besteht kaum noch Handlungsspielraum. Die Gemeindevertreter berichteten, dass ihre Meldungen von kleineren Wohneinheiten, die ihres Erachtens auch höhere Aktzeptanz und Unterstützung bei der Bevölkerung fänden, nicht berücksichtigt würden: auch dann nicht, wenn vor Ort ein großes ehrenamtliches Engagement bestehe, was die Integration erleichtern und fördern könne.

Die Teilnehmer/innen stellten fest, dass aufgrund des Zeit- und Entscheidungsdrucks, aber auch aufgrund des Widerstand gegen neue Standorte derzeit kaum Bürgerbeteiligung im Vorfeld von Entscheidungsprozessen stattfindet. Vielerorts gibt es dann Informationsveranstaltungen. Kurz wurden die hierfür von den Kommunen eingesetzten Dramaturgien und Methodiken – den Umgang sowohl mit Ängsten, Widerständen und Unmut als auch mit der Bereitschaft, sich zu engagieren – reflektiert.
Außerdem dachte die Regionalgruppe nach, wie eine Integration nicht nur über Hilfe gelingen, sondern Beziehungen auf Augenhöhe fördern kann, z. B. mit der Einrichtung von Tauschringen. Auch ein Gartenprojekt zwischen Schüler/innen und jungen Flüchtlingen oder die Organisation von kulturellen Events wie z.B. Erzählcafés und Medienprojekten, die menschliche Schicksale der Verteibung historisch und generationenübergreifend verknüpfen, waren hierfür Beispiele und Ideen.


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