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Vom Stadtentwicklungskonzept zur Quartiersentwicklung – Integrierte Stadtentwicklung in der Landeshauptstadt Saarbrücken
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In der Landeshauptstadt Saarbrücken wird integrative, partizipative Planung groß geschrieben und mit viel Engagement der Verwaltung umgesetzt. Dabei bezieht sich die Integration einerseits auf die betrachteten und einbezogenen Fachinhalte und Planungsebenen, andererseits auf die Entwicklung und Diskussion der Konzepte und auf die Umsetzung mit vielen Beteiligten außerhalb der Stadtverwaltung.&nb
Die Struktur des Saarbrücker Stadtentwicklungskonzepts
Das die Gesamtstadt betrachtende Stadtentwicklungskonzept (STEK) wurde durch eine dezernats- und amtsübergreifende Projektgruppe erarbeitet und die Themen und Handlungsschwerpunkte mit Akteuren der Stadtpolitik und der Zivilgesellschaft diskutiert. Das Konzept beinhaltet neben sechs Prinzipien der Entwicklung (u. a. Generationengerechtigkeit, Geschlechtergerechtigkeit, Partizipation) zehn Handlungsfelder (Leitlinien), die nicht in die klassische Verwaltungsgliederung einzuordnen sind, sondern thematisch zusammengefasst und viele Aspekte betrachtend analysiert wurden. Dementsprechend wurden übergreifende Ziele erarbeitet (1).
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Aus dem Stadtentwicklungskonzept leiten sich die Fachkonzepte der Verwaltung ab; im Baudezernat das städtebauliche Entwicklungskonzept und das Freiraumentwicklungsprogramm. Das Mobilitätskonzept (Verkehrsentwicklungsplan) ist in Vorbereitung.
Das städtebauliche Entwicklungskonzept SEKO wird unter Federführung des Baudezernates wiederum in einer dezernats- und amtsübergreifenden Arbeitsgruppe erarbeitet (z. Z. im Abstimmungsprozess mit den Entscheidungsgremien). Dabei werden die einzelnen Fachkapitel mit den Zielen des STEK, aber auch Vorgaben der übergeordneten Planungsebenen mit den anderen Fachbereichen, verknüpft. Ziele werden als Leitlinien formuliert und in Einzelmaßnahmen heruntergebrochen. Als »Externe« wurden städtische Gesellschaften, Träger öffentlicher Belange / Behörden und Interessensvertretungen wie IHK, Städtebaubeirat zur Stellungnahme und Diskussion aufgefordert. Aus dem SEKO leiten sich auch die teilräumlichen Handlungsräume ab, die vertiefend untersucht wurden und werden, um daraus u. a. die Maßnahmen- und Finanzierungskonzepte für Förderprogramme wie Stadtumbau West oder Soziale Stadt zu entwickeln.&nb
Mit Hilfe von Workshops Ziele und Maßnahmen definieren
Auf der Stadtteilebene wurden parallel integrierte Stadtteilentwicklungskonzepte erarbeitet. Sie sollen die stadtweit entwickelten Ziele auf einer konkreten (sozial-)räumlichen Einheit in Maßnahmenpläne übersetzen und nach einer intensiven gemeinsamen Erarbeitung die konkrete Umsetzung vorbereiten. (2) Die Arbeitsgruppen bestanden aus Vertreter/innen verschiedenster Ämter u. a. des Stadtplanungsamtes, des Amtes für soziale Angelegenheiten, des Amts für Kinder, Bildung und Kultur, aber auch der vor Ort tätigen Gemeinwesensprojekte und Stadtteilbüros und des für die Kinder- und Jugendbetreuung zuständigen Regionalverbandes. Während des Erarbeitungsprozesses wurden in zwei halbtägigen Workshops mit 80 Akteuren aus dem Stadtteil die Analyse, die Ziele und die Maßnahmen diskutiert. Die Stadtteilakteure setzten sich zusammen aus Schlüsselpersonen der vor Ort aktiven Vereine und Interessensvertretungen, Migrantenverbänden, aktiven Bürgerinnen und Bürgern aus Wirtschaft und Bildungseinrichtungen, Elternvertretungen und Kirchen.
Zum Entwurf fand ein Workshop mit den örtlichen GremienvertreterInnen statt. Nach dem Beschluss des Konzeptes durch den Stadtrat wurde es anschließend in der Öffentlichkeit vorgestellt und es bildeten sich Arbeitsgruppen zu den ersten anzugehenden Maßnahmen. Ein verwaltungsinterner Koordinierungskreis (verkleinerte Projektgruppe) soll nun dafür sorgen, dass Ämter und Externe die ersten Maßnahmen umsetzen, die notwendigen Haushaltsmittel in den eigenen Budgets veranschlagen und konzeptgemäß (Mittelbündelung) einsetzen. Sie betreuen die notwendige regelmäßige Information in der Stadtteil- und Öffentlichkeitsarbeit. Bei der Umsetzung von konkreten Maßnahmen wie z. B. Umgestaltung von Spielplätzen und Schulhöfen ist eine Beteiligung von Kindern und Jugendlichen schon Standard. Betroffene Anwohner/innen werden bei Umbaumaßnahmen an Straßen und bei besonderen Projekten einbezogen. In den Programmgebieten der Sozialen Stadt sind Stadtteilbüros eingerichtet, die sehr eng mit der Bevölkerung in Kontakt sind und Projekte (abgeleitet aus den Stadtteilentwicklungskonzepten) betreuen. Eine besondere Herausforderung stellt die Verstetigung der Beteiligung und der Information beim Auslaufen der Förderprogramme dar.
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