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Partizipation 2.0/4.0 – Kombination von Online und Face-to-Face


Online-Partizipation wird heute von vielen Seiten als der Königsweg zur Aktivierung der »demokratiemüden Bundesbürger/innen« und Einbindung der »Wutbürger/innen« gesehen. Und der Erfolg der digitalen Medien spricht dabei für sich – in vielen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Prozessen wird das Internet zur dominanten Größe. Die Partizipation 4.0 ist hier zu verstehen als eine bewusste Anspielung auf das Internet der Dinge, in dem in der Industrie zukünftig Computer miteinander entscheiden, was und wo produziert wird. Mancher mag denken, dann könnten doch auch gleich die demokratischen Prozesse auf diese Ebene delegiert werden. So einfach wie in industriell geprägten Prozessen ist das aber (glücklicherweise noch) nicht. Und wie schnell kanalisiert sich der Wille zum Mitwirken in das einfache Klicken für ein gutes Gefühl und ein beruhigtes Gewissen.
In vielen zivilgesellschaftlichen Organisationen werden traditionell persönliche Begegnungen anderen Kommunikationsverfahren vorgezogen, weil es viele Vorteile hat, wenn man Fragen persönlich besprechen und Meinungsverschiedenheiten direkt aushandeln kann. Aber zunehmend schließt diese »Komfortzone« Bürgerinnen und Bürger aus, weil ihr Beruf sie schlicht nicht mehr freigibt.
Zur Kombination von Online- und Offline-Partizipation gibt es daher keine Alternative. Ist es nicht eine faszinierende Möglichkeit, die digitale »Urkompetenz« junger Menschen mit dem wachsenden Zeitwohlstand und Internetzugang älterer Menschen zu verbinden? Wenn wir eine zukunftsfähige Gesellschaft werden wollen, ist die Zeit jetzt da. Vielleicht hilft uns ja auch die Migrationsbewegung mit ihren Erfahrungswerten und Bedürfnissen kraftvoll dabei.

Gemeinsam soll im Thementeam »Partizipation 2.0/4.0« nach sinnvollen und innovativen Wegen zur Kombination von Online- und Face-to-Face-Verfahren nachgedacht werden. Zudem soll ein Wiki – also eine gemeinsam erarbeitete Online-Informationsplattform – entstehen. Dort sollen die  Ergebnisse der Arbeit des Thementeams dargestellt und sinnvolle Informationen zum Themenfeld zusammengetragen werden.

Möchten Sie im Thementeam gemeinsam darüber nachdenken, wie die Bürgerbeteiligung in der Verbindung von Online- und Offline-Verfahren vorangebracht werden kann?
Dann melden Sie sich bitte bei unserem Netzwerker Achim Hertzke:
achim.hertzke(at)bund.net

Auf dem Netzwerktreffen am 10. Juni in Köln gibt es in einem Workshop die Möglichkeit, das Thema vertiefend zu diskutieren und erste Absprachen zum Thementeam zu treffen.

»Was zählt ist, dass die Technologie unsere physischen
Beziehungen erweitert, nicht ersetzt. Online-Plattformen … müssen
zu Instrumenten der Transparenz und Vertrauensbildung
werden, Mediatoren einer Konversation, die alle
Parteien erreicht und vor Ort verbindet.«
Vanessa Quirk


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